Wir sind Gott dankbar – for the good AND the bad

Bis auf die Arbeitslosigkeit habe ich dies alles auch erlebt und erlebe es teilweise immer noch. Aber das ich nichts von Gottes Nähe gespürt habe, ist mir nur dann passiert, wenn ich angefangen habe, mit meiner Situation zu hadern und darüber zornig (auch auf Gott) zu werden.

Dieser Zorn hat dann einen Keil zwischen Gott und mich getrieben und ich habe gespürt, daß es sich im ersten Moment zwar erleichternd angefühlt hat, mich aber mittelfristig von Gott weg getrieben hat.

Erst als ich begann, mich von dem Zorn abzuwenden und ich aufgehört habe, Gott Vorwürfe zu machen und Ihn zuzutexten mit Sätzen wie – Du hättest doch und warum hast Du nicht, ich habe Dir doch vertraut, warum hast Du trotzdem, etc. – hat sich der Keil wieder aufgelöst.

Und mir ist jedes mal bewusst geworden, wie viel Segen und Bewahrung ich auch im größten Leid und Chaos erfahren habe, wie viel und wie viel Schlimmeres Er immer verhindert hat, daß ich alles, was Er mir auftrug, auch gut tragen konnte – nichts hätte ich ohne Seine Hilfe bewältigen können, aber mit Seiner Hilfe ist wirklich nichts über meine Kraft gegangen. 

Und das hat mich mit Dankbarkeit erfüllt. Ich lerne es immer mehr, nicht nur das Gute mit Dankbarkeit aus Seiner Hand zu nehmen, sondern auch das Schwere, das Mühselige und Erschöpfende.

Die Dankbarkeit öffnet die Augen für all den reichen Segen, der auch in schlimmen Momenten immer da ist.

All die Kleinigkeit, die es sind, die alles wieder gut machen und der Hoffnung neue Nahrung geben und wenn etwas davon wieder machbar ist, wie groß die Freude dann ist – wie plötzlich die Zuversicht wieder da ist, daß es weitergeht und Gott in allem die Kontrolle behält.

Diese Freude ist einfach unbeschreiblich und ich hätte sie nie erlebt, wenn Gott mir das dazu gehörende Leid erspart hätte. Auch das ist Gnade.

Wenn Psalm 23 gelebtes Leben wird „Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde“ – das ist eine Freude, die man ohne die Feinde nie erleben könnte.

Dankbarkeit und Vertrauen sind der Schlüssel zu unbändiger Freude in Gott auch in tiefstem Leid. Dankbarkeit nicht nur für Seine Liebe und Hilfe, sondern auch für die Erlösung und die Gotteskindschaft – einen Vater im Himmel zu haben, der für Seine Kinder liebevoller und vollkommener sorgt, als es jeder menschlicher Vater könnte.

 Aber auch Dankbarkeit für alles, was Er mir erspart, was ich nicht erleiden muss.

Dankbarkeit und Vertrauen sind wie ein Schlüssel zu Gottes Herzen. ano. zum Beitrag wer hat wie hiob erlebt, dass seine Freunde(Geschwister) ihm auch keine Glaubensstütze sind? Ich habe noch nie erlebt, daß ein Geschwister im Herrn es nicht wenigstens versucht hat.

Und schon diese Zuwendung war eine Hilfe. Und eigentlich immer war auch ein Impuls oder ein Trost dabei, der mir wirklich weiter geholfen hat. Und wenn er/sie nur zugehört hat – aber dieses Geschenk hat er/sie mir! gemacht – sich Zeit genommen für mich, mir seine/ihre Aufmerksamkeit und Mitgefühl geschenkt, mir das gegeben, was sie hatten. Das sind alles Gnadengeschenke, die mir sehr sehr kostbar sind.

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