Joyce Meyer: knowing who I am in Christ

http://www.joycemeyer.org/content/articles/ea/knowing_who_i_am_in_christ/KnowingWhoIAminChrist.pdf

KNOWING WHO I AM IN CHRIST
I am complete in Him Who is the Head of all principality and power (Colossians 2:10).
I am alive with Christ (Ephesians 2:5).
I am free from the law of sin and death (Romans 8:2).
I am far from oppression, and fear does not come near me (Isaiah 54:14).
I am born of God, and the evil one does not touch me (1 John 5:18).
I am holy and without blame before Him in love (Ephesians 1:4; 1 Peter 1:16).
I have the mind of Christ (1 Corinthians 2:16; Philippians 2:5).
I have the peace of God that passes all understanding (Philippians 4:7).
I have the Greater One living in me; greater is He Who is in me than he who is in the world (1 John 4:4).
I have received the gift of righteousness and reign as a king in life by Jesus Christ (Romans 5:17).
I have received the spirit of wisdom and revelation in the knowledge of Jesus, the eyes of my understanding being enlightened (Ephesians 1:17,18).
I have received the power of the Holy Spirit to lay hands on the sick and see them recover, to cast out demons, to speak with new tongues. I have power over all the power of the enemy, and nothing shall by any means harm me (Mark 16:17,18; Luke 10:17,19).
I have put off the old man and have put on the new man, which is renewed in the knowledge after the image of Him Who created me (Colossians 3:9,10).
I have given, and it is given to me; good measure, pressed down, shaken together, and running over, men give into my bosom (Luke 6:38).
1
I have no lack for my God supplies all of my need according to His riches in glory by Christ Jesus
(Philippians 4:19).
I can quench all the fiery darts of the wicked one with my shield of faith (Ephesians 6:16).
I can do all things through Christ Jesus (Philippians 4:13).
I show forth the praises of God Who has called me out of darkness into His marvelous light (1 Peter 2:9).
I am God’s child⎯for I am born again of the incorruptible seed of the Word of God, which lives and abides
forever (1 Peter 1:23).
I am God’s workmanship, created in Christ unto good works (Ephesians 2:10).
I am a new creature in Christ (2 Corinthians 5:17).
I am a spirit being⎯alive to God (Romans 6:11;1 Thessalonians 5:23).
I am a believer, and the light of the Gospel shines in my mind (2 Corinthians 4:4).
I am a doer of the Word and blessed in my actions (James 1:22, 25).
I am a joint-heir with Christ (Romans 8:17).
I am more than a conqueror through Him Who loves me (Romans 8:37).
I am an overcomer by the blood of the Lamb and the word of my testimony (Revelation 12:11).
I am a partaker of His divine nature (2 Peter 1:3,4).
I am an ambassador for Christ (2 Corinthians 5:20).
I am part of a chosen generation, a royal priesthood, a holy nation, a purchased people (1 Peter 2:9).
I am the righteousness of God in Jesus Christ (2 Corinthians 5:21).
2
I am the temple of the Holy Spirit; I am not my own (1 Corinthians 6:19).
I am the head and not the tail; I am above only and not beneath (Deuteronomy 28:13).
I am the light of the world (Matthew 5:14).
I am His elect, full of mercy, kindness, humility, and longsuffering (Romans 8:33; Colossians 3:12).
I am forgiven of all my sins and washed in the Blood (Ephesians 1:7).
I am delivered from the power of darkness and translated into God’s kingdom (Colossians 1:13).
I am redeemed from the curse of sin, sickness, and poverty (Deuteronomy 28:15-68; Galatians 3:13).
I am firmly rooted, built up, established in my faith and overflowing with gratitude (Colossians 2:7).
I am called of God to be the voice of His praise (Psalm 66:8; 2 Timothy 1:9).
I am healed by the stripes of Jesus (Isaiah 53:5; 1 Peter 2:24).
I am raised up with Christ and seated in heavenly places (Ephesians 2:6; Colossians 2:12;).
I am greatly loved by God (Romans 1:7; Ephesians 2:4; Colossians 3:12; 1 Thessalonians 1:4).
I am strengthened with all might according to His glorious power (Colossians 1:11).
I am submitted to God, and the devil flees from me because I resist him in the Name of Jesus (James 4:7).
I press on toward the goal to win the prize to which God in Christ Jesus is calling us upward (Philippians 3:14).
For God has not given us a spirit of fear; but of power, love, and a sound mind (2 Timothy 1:7).
It is not I who live, but Christ lives in me (Galatians 2:20).
Copyright © 2008 Joyce Meyer Ministries, Inc.
3

Joyce Meyer & … Kindle, The Veil by Blake Healy

http://www.godvine.com/Christian-Comedian-Prayer-fb-gv-3931.html

http://www.joycemeyer.org/articles/ea.aspx?article=healing_scriptures

http://www.luke173ministries.org/466801

http://joycemeyer.org/articles/ea.aspx?article=three_characteristics_of_humility

http://joycemeyer.org/articles/ea.aspx?article=make_changes_in_your_life_that_last

„Daher Geschwister, eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht“

http://www.bibelthemen.ch/index.php/home/archiv/archiv-e-f-g/73-geistesgaben-6-weissagung-prophetisches-reden-singen-und-handeln

Geistesgaben 6

Weissagung (Prophetisches reden, singen und handeln)

Daniel Schenk

1.Kor.12.10: „Einem anderen aber Weissagung (Prophetenwort).“

Von allen Gnadengaben wird das prophetische Reden am meisten hervorgehoben. In der Häufigkeit kommt Weissagung gerade nach dem Zungenreden, wird aber vom Apostel Paulus als für die Erbauung der Gemeinde wichtiger bezeichnet. Paulus möchte, dass alle weissagen und er mahnt uns auch, am meisten danach zu eifern, dass wir weissagen.

1.Kor.14.1+3‑5: „Eifert aber nach den geistlichen (Gaben), besonders aber, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, redet zu den Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung. Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde. Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist grösser, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange.“

Schon Mose hatte gewünscht, dass alle im Volke Gottes weissagen möchten.

4.Mose 11.29: „Mögen doch alle im Volk des Herrn Propheten sein, dass der Herr Seinen Geist auf sie lege!“

Was verstehen wir unter „prophetisch reden“ oder „weissagen“?.

Dazu möchte ich ein paar Sätze aus dem „Sprachschlüssel“ der Elberfelder‑Studienbibel zitieren: „Propheteia“ = Prophetie, Weissagung, prophetische Gabe. In 1.Kor 12,10; 13,2.8; 14,6.22; 1.Thess 5,20; 1.Tim 1,18; 4,14; Off 1,3; 22,7.10.18f und vielleicht in Off 11,6; 19,10 ist von der neutestamentlichen Prophetie oder Weissagung die Rede, die eine Gabe des Heiligen Geistes und ein Zeichen für die Glaubenden ist, indem sie Menschen ihrer Sünde überführt, den Menschen von Gott her deutet und entlarvt (1.Kor 14,20‑25).

„Propheteia“ ist im NT und oft auch im AT nicht einfach eine Zukunftsweissagung oder ‑voraussage, sondern Weissagung und Deutung von Menschen und Geschehnissen der Gegenwart im Licht des Wortes Gottes. Damit wird sie zur wichtigsten Gnadengabe für den Bau der Gemeinde. Jeder Glaubende kann Prophetie oder Weissagung ausüben als Auslegung des Wortes Gottes. Dies macht ihn aber nicht zu einem Propheten im eigentlichen Sinn. Man kann also sagen, dass zwar jeder Prophet prophezeit oder weissagt, aber nicht jeder, der weissagt, ein Prophet ist.

„Propheteuo“ = prophetisch reden (1.Kor 11,4; 13,9; 14,1. 3‑5. 24. 31. 39) „Propheteuo“ ist eigentlich das Aussprechen oder Bekannt machen des Willens Gottes mit derjenigen Klarheit, Kraft und Autorität, die aus dem Bewusstsein und der Tatsache kommt, im Namen Gottes zu reden und eine direkt von ihm empfangene Botschaft übermitteln zu müssen. Daher kann auch jemand prophezeien, ohne ein Prophet im strengen Sinne des Wortes zu sein.

„Prophetes“ = Prophet, Voraussager.

Es ist deutlich, dass das, was das Wesen der Propheten eigentlich ausmacht, die unmittelbare Verbindung zu Gott ist, die göttliche Mitteilung dessen, was er sagen soll. Den Propheten wird von Gott etwas geoffenbart (1.Kor 14,29f; Eph 3,5; 1.Petr 1,12). Dass das spezielle Handeln eines Propheten nicht nur das Voraussagen ist, sondern vor allem das Aufzeigen des Willens Gottes, besonders Seiner Rettungsabsicht, wird durch 1.Kor 14,37 bestätigt.

Zwei Dinge machen also einen Propheten aus: eine von Gott gewährte Einsicht in die göttlichen Rätsel oder Geheimnisse und die Mitteilung dieser Geheimnisse an andere. Es schliesst auch die Be­kanntgabe von Gottes Heilsplan ein mitsamt Warnungen, Gerichtsansagen usw. Im NT ist Prophetie die Bekanntmachung des von Jesus Christus schon erwirkten Heils und dessen Vollendung in der Zukunft, aber auch das Aussprechen dessen, was Gott zur gegenwärtigen Lage zu sagen hat. Dementsprechend werden die Propheten in Eph. 2.20; 3,5 Seite an Seite mit den Aposteln erwähnt als der Grund oder die Grundmauer der neutestamentlichen Gemeinde.

Soweit einige Zitate aus dem „Elberfelder‑Sprachschlüssel“ zu Prophetie, prophetisch reden und Prophet.

Wie wir aus den vorangehenden Zeilen gesehen haben, ist prophetisches Reden nicht nur den Propheten geschenkt. Folgendes ist zu beachten: „Jeder Prophet weissagt, aber nicht jeder, der weissagt, ist ein Prophet.“ Paulus wünschte, dass alle weissagen (1.Kor 14,5; 24+31), damit alle lernen und alle ermahnt werden. Dieses prophetische Reden bezieht sich im Allgemeinen auf den Bereich der Lehre und des Zuspruchs (Rö.12,6; 1.Kor 14,3). Zukunftsvoraussagen sind Sache der Propheten.
In Lukas 1.67‑79 lesen wir die prophetischen Worte des Zacharias. Wir sehen, dass er dort eigentlich nur Schriftworte zitierte, aber er tat es unter der Leitung des Geistes, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort.

Gesamthaft, als Gemeinde, sollen wir nach geistlichen Gaben streben, wir sollen eine reiche Fülle davon haben.

1.Kor 14.1: „Eifert aber nach den geistlichen (Gaben), besonders aber, dass ihr weissagt.“

1.Kor 14.12: „So auch ihr, da ihr nach geistlichen Gaben eifert, so strebt danach, dass ihr überreich seid zur Erbauung der Gemeinde.“

Persönlich sollen wir die uns zugeteilten Geistesgaben entfachen. Es handelt sich dabei nicht um einen „Selbstbedienungsladen“, wo jeder das ihm Passende auswählen kann. Bei den Geistesgaben handelt es sich um Zuteilungen, die wir erkennen und betätigen sollen.

Rö 12,6: „Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen.“

1.Kor 12,11: „Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.“

1.Tim 4,14: „Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, die dir gegeben worden ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft.“

2.Tim 1,6: „Um dieser Ursache willen erinnere ich dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir durch das Auflegen meiner Hände ist.“

(Bei Timotheus handelte es sich vermutlich um die in Rö.12,7 erwähnte Lehrgabe).

Prophetische Rede kann auf verschiedene Weise empfangen und vermittelt werden:

Als direkte Rede, „So spricht der Herr“ oder „Der Geist bezeugt“ usw.

Als ein Eindruck, den wir nicht in direkter Rede weitergeben.

In Verbindung mit einem Gesicht (Vision), auf das dann meist eine Auslegung folgt. Prophetie in Verbindung mit Visionen finden wir ausgeprägt bei den Propheten Hesekiel und Daniel sowie in der Offenbarung des Johannes.

Als Zungengesang (Singen im Geist). Es gibt sowohl Anbetungs‑Zungengesänge als auch solche mit prophetischen Aussagen.

Prophetisches Handeln, wie wir es bei Jeremia sehen (Kap. 13 und 19). Solches Handeln sehen wir auch beim Propheten Agabus, als er den Gürtel des Paulus nahm und sich damit band, um anzudeuten, dass Paulus in Jerusalem gebunden würde (Apg. 21,10+11).

Wozu dient Weissagung?

Die Schrift redet von zwei Bereichen. Der eine ist für die Gemeinde, der andere ist das Überführen von Ungläubigen.

Die Wirkungen für die Gemeinde sind Erbauung, Ermahnung (Ermunterung, Zuspruch) und Tröstung.

1.Kor 14,3‑5: „Wer aber weissagt, redet zu Menschen zur Erbauung und Ermahnung und Tröstung. …Wer aber weissagt, erbaut die Gemeinde. Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist grösser, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange.“

Ein Beispiel von der Wirkung der prophetischen Gabe lesen wir in:

Apg. 15,32: „Sowohl Judas wie Silas, die selbst auch Propheten waren, sprachen den Brüdern mit vielen Worten zu und befestigten sie im Glauben.“

Die Weissagungen weisen meistens auf die Botschaft hin, die der Geist in der betreffenden Versammlung bringen will und sie sind eine gute Orientierung und auch Bestätigung für den Lehrer. Es gibt aber auch Weissagungen, die für einzelne Menschen bestimmt sind, sie sollen Zusprüche und Antworten für ihre speziellen Situationen oder Fragen bringen. Oft kommt Weissagung auch in Gebeten vor, ohne dass der Betende sich dessen bewusst ist, oder indem jemand den Auftrag fühlt, ein bestimmtes Wort vorzulesen.

Der zweite Bereich, in dem die Gabe der Weissagung wirksam ist, ist das Überführen von Ungläubigen, indem das Verborgene ihrer Herzen aufgedeckt wird, wenn sie in die Gemeinde kommen. In diesem Sinne ist prophetisches Reden ein „Zeichen“ für die Ungläubigen (1.Kor 14,22). Wir wollen in diesem Bereich noch eifrig nach Wachstum streben.

1.Kor 14,24+25: „Wenn aber alle weissagen und irgendein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein, so wird er von allen überführt, von allen beurteilt; das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so wird er auf sein Angesicht fallen und wird Gott anbeten und verkündigen, dass Gott wirklich unter euch ist.“

Zwei oder drei oder alle?

Wir müssen die Aussagen von 1.Kor 14,29: „Propheten lasst zwei oder drei reden“ und 14,31: „Denn ihr könnt einer nach dem anderen alle weissagen“, richtig einordnen, sonst erscheinen sie uns widersprüchlich. Vers 29 redet von Propheten, die damals oft herumreisten, die Gemeinden besuchten und ihnen dienten. Es konnte sich aber auch um Propheten der eigenen Gemeinde handeln. Den Dienst dieser Propheten empfiehlt Paulus, auf zwei oder drei zu beschränken. Ich glaube, dass er dies mit Rücksicht auf unser Aufnahmevermögen geschrieben hat. Schliesslich soll ja auch noch Raum für die Lehre sein. Der Vers 31 redet nicht von Propheten, sondern meint das allgemeine Weissagen oder prophetische Reden, nach dem alle streben sollen. Damit alle Belehrung empfangen und alle erbaut werden, sollen alle Raum haben, diese Gabe zu betätigen. Diese Botschaften sind ja meist auch kurz und beziehen sich im allgemeinen auf den Bereich der Lehre, während Zukunftsvoraussagen Sache der Propheten sind.

Beurteilen

1.Kor 14,29: „Und die anderen sollen es beurteilen.“

Wer weissagt, hat seine Aussagen immer der Beurteilung durch die Gemeinde und vor allem der Leiterschaft zu unterstellen. Weissagung muss mit den Aussagen der Schrift übereinstimmen, sonst lehnen wir sie ab. Der Heilige Geist wird in seinen Aussagen dem Wort Gottes nie widersprechen oder über das hinausgehen, was geschrieben steht. In Rö. 12,6 steht folgender, wichtiger Hinweis: „Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns verliehenen Gnade, so lasst sie uns gebrauchen: es sei Weissagung, nach dem Mass des Glaubens“. Das Mass unseres Glaubens soll das Wort Gottes sein.

Ein weiteres, wichtiges Merkmal ist das, was Jesus in Joh. 16.13‑15 sagte, indem Er darauf hinwies, dass der Geist Ihn verherrlichen und uns Sein Eigentum verkündigen wird. Der Heilige Geist wird auch immer auf das Opfer von Jesus Bezug nehmen und nicht „alttestamentlich“ urteilen.

Wichtig: Der Heilige Geist überführt, Anklage aber kommt vom Feind.

Ich möchte diese Betrachtung abschliessen mit den beiden letzten Versen aus

1.Kor 14:

„Daher Brüder, eifert danach, zu weissagen,

und hindert das Reden in Sprachen nicht“.

Für die heutige Zeit sehr wichtig ist der letzte Vers: „Alles aber geschehe anständig und in Ordnung“.

GOTT spricht …

http://www.gottspricht.com/

der zehnte, setting captives free

http://old.settingcaptivesfree.com/home/index_germany.php

http://derzehnte.ch/?page_id=18

Bibelarbeit: Beziehung zu Gott und Liebe

Was ist das Wesentliche? – Eine Bibelarbeit zum Thema erfülltes Leben, Beziehung zu Gott und Liebe

Ich weiß, dass ich nicht die einzige bin, in deren Leben in den letzten Monaten und Jahren nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen war und ist. Ich weiß, dass einige von uns mit Erschöpfung, Erkrankung und Enttäuschung zu tun hatten und haben. Ich weiß, dass einige im Leiterkreis* jeder in seinem eigenen persönlichen Leben ganz massiv zu kämpfen hatten und dass diese körperlichen und seelischen Kämpfe auch unsere Arbeit im und für den Zwischenraum gelähmt haben. Deshalb habe ich mich in den letzten Monaten immer wieder gefragt:
Was ist das Wesentliche?
Was ist das Wichtigste?
Wenn so viele Anfragen und Erwartungen und Angriffe aus allen Seiten auf uns zukommen – was sollte dann die oberste, die höchste Priorität haben?
Warum sind wir hier?
Warum hat Gott uns geschaffen – so wie wir sind – und uns zu dieser Zeit an diesen Ort gebracht?
Bin ich auf dem richtigen Weg?
Sind wir auf dem richtigen Weg?

Was ist das Wesentliche?
Mit dieser Bibelarbeit möchte ich versuchen, diese Frage zu beantworten. Was ist das Wesentliche? Worauf kommt es im Leben an? Worauf kommt es im Zwischenraum an?

In seinem hohepriesterlichen Gebet für die Jünger kurz vor seinem Tod, macht Jesus eine Aussage, die uns, wie ich glaube, eine Antwort auf die Frage geben kann:

„Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Joh 17,3 (Elberfelder Bibel))

Hier, in diesem Vers, wird „ewiges Leben“ definiert. „Ewiges Leben“ – in den Köpfen vieler wird diese Phrase mit „dem, was nach dem Tod stattfindet“ verbunden. Vielleicht liegt es daran, dass die Phrase „Ich glaube an das ewige Leben“ im Apostolischen Glaubensbekenntnis nach „Ich glaube an die Auferstehung aus den Toten.“ kommt. Für uns liegt es oft in weiter Zukunft, nach dem Zeitpunkt, an dem wir dem wir den Löffel abgeben und uns zu unseren Vorfahren begeben – oder wie man es auch gerne nennen möchte.

Aber ist das ewige Leben zukünftig? Ist es etwas, was erst noch kommen muss? Die Bibel scheint da anderer Meinung zu sein. Das ewige Leben ist schon jetzt. So sagt Johannes woanders:

„Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben.“ (Joh 3,36a)

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“ (Joh 5,24 )

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben. “ (Joh 6,47)

„Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. “ (1Joh 5,13)

Im Glauben an Jesus ist das ewige Leben gegenwärtig, denn wenn wir an das Evangelium glauben, glauben wir:

„Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. “ (Gal 2,19b+20a)

Wir sind mit Christus gestorben und auferstanden – an dem Zeitpunkt, als wir dies glaubten, fing das Leben nach dem Tod, das ewige Leben an. Es ist, für jeden Christen, Gegenwart, Jetzt, nicht etwas in weiter Ferne, sondern bereits existierende Realität.

Also: Ewiges Leben ist jetzt. Es ist in Jesus Christus angebrochen und wird bei seiner Wiederkunft vollendet.

Was ist Leben? Was wird damit gemeint?
Es gibt im Griechischen zwei Worte für „Leben“: „Bios“ und „Zoë“. „Bios“ ist das biologische Leben. Es braucht einen biologischen Körper um zu wirken und mit dem Tod des Körpers gibt es kein Bios mehr.

Wenn wir von einem „erfüllten Leben“ sprechen, meinen wir aber nicht Bios, sondern Zoë. Ja, wir wünschen uns Gesundheit, aber ein erfülltes Leben ist mehr als ein lebendiger, gesunder Körper.

Dieses „Mehr“ liegt in Zoë.

Was bedeutet Zoë? Ich habe das Wort in einem Wörterbuch nachgeschlagen. Folgende Definition wird gegeben: Zoë = Leben.

1. Zoë ist die absolute Fülle des Lebens, das essentielle Leben, seiner selbst mächtiges Dasein, welches Gott in seiner Existenz ist, und das durch ihn, und seinem Wort, also durch Christus, in die menschliche Natur gelegt wird.

2. Es ist das reale, echte Leben, ein aktives und kraftvolles Leben, ein Leben, dass Gott hingegeben ist, gesegnetes Leben, in den Anfängen schon in dieser Welt für die, die ihr Vertrauen in Christus legen, aber das nach der Auferstehung in einem neuen, perfekten Körper für ewig gelebt wird.
Wenn wir uns ein erfülltes, sinnvolles oder volles Leben wünschen, dann wünschen wir uns mehr als biologisches Leben, mehr als die Kraft, die unseren Körper in Gang hält. Dieser Reichtum, den wir uns wünschen, ist Zoë. Das ist der Grund, warum wir, auch wenn wir körperlich schwach sind, dennoch ein erfülltes Leben leben können: weil es nicht biologisches, sondern gottgegebenes Leben ist. Wir wollen keinen Tod, wir wollen Leben, wir wollen ein reiches, erfülltes Leben. Hier, in Johannes 17,3 geht es um dieses Leben. Zoë ist der Grund, warum Gott uns geschaffen hat. Zoë ist der Grund, warum Jesus am Kreuz für uns gestorben ist: Wir sollen das göttliche Leben leben.

Wie sieht es nun aus, das ewige Leben? Was geschieht im ewigen Leben? Was ist es, was das ewige Leben ausmacht.
Johannes sagt:

„Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ (Joh 17,3)

Er benutzt ein seltsames Wort: „erkennen“. Was ist die Bedeutung dieses Wortes? In manchen anderen Übersetzungen heißt es nur „kennen“, im Englischen wird es meistens mit „know“ übersetzt. Es ist ein Wort, das sehr oft in der Bibel vorkommt. Für mich, in meinem christlichen Leben, ist es ein absolutes Schlüsselwort.

Allgemein benutzen wir das Wort in Gedanken wie „Ich erkenne, dass dieser Gegenstand ein Stuhl ist.“ Oder: „Ich erkenne diesen Menschen. Er heißt Fritz.“ Dabei meinen wir, dass wir ein Bild von einem Stuhl oder von Fritz, das wir in unserem Kopf haben, mit dem Gegenstand oder der Person, die wir wahrnehmen, vergleichen und bei Übereinstimmung sagen: „Das ist ein Stuhl“ oder „Das ist Fritz“. Manchmal, im Dunkeln, können wir schlechter wahrnehmen. Dann wissen wir nicht, ob das, was da neben der Straße steht, ein Mensch, ein Schild oder ein Busch ist.

Das Wort „erkennen“ in der Bibel beinhaltet auch diese Grundbedeutung, aber es ist noch viel viel reicher. Es bedeutet nicht nur, dass wir etwas durch sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen wahrnehmen und diesem etwas eine Benennung geben. Es bedeutet eine Beziehung. Es bedeutet auch Intimität. So wird das Wort auch für Geschlechtsverkehr benutzt, z.B.:

„Und der Mensch erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar Kain.“ (1Mo 4,1a)

In Johannes 17,3 heißt es: „Das ewige Leben, das Wesentliche, ist die Erkenntnis Gottes und seines Sohnes Jesus Christus. “

Das bedeutet: Ewiges Leben, Zoë, ist eine innige Beziehung zu Gott, es ist ein Kennen und Erkennen und Kennenlernen von Gott mit allem, was wir sind. Es ist ein sich Einlassen auf Gott. Es ist eine Hingabe zu Gott. Es ist eine Fixiertheit auf Gott. Wahres, volles Erkennen geschieht mit unserem ganzen Herzen, mit unserer ganzen Seele, mit unserem ganzen Verstand und mit unserer ganzen Kraft.

Nicht nur wir erkennen Gott, auch Gott erkennt uns. Wie diese Erkenntnis aussieht lesen wir in Psalm 139. Daraus können wir lernen, wie diese Erkennen-Beziehung, die das ewige Leben ausmacht, die das Wesentliche ist, aussieht:

Psalm 139:1-12

1 Dem Chorleiter. Von David. Ein Psalm.
HERR, du hast mich erforscht und erkannt.
2 Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen,
du verstehst mein Trachten von fern.
3 Mein Wandeln und mein Liegen – du prüfst es.
Mit allen meinen Wegen bist du vertraut.
4 Denn das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge –
siehe, HERR, du weisst es genau.
5 Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen,
du hast deine Hand auf mich gelegt.
6 Zu wunderbar ist die Erkenntnis für mich,
zu hoch: Ich vermag sie nicht zu erfassen.
7 Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist,
wohin fliehen vor deinem Angesicht?
8 Stiege ich zum Himmel hinauf, so bist du da.
Bettete ich mich in dem Scheol, siehe, du bist da.
9 Erhöbe ich die Flügel der Morgenröte,
ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres,
10 auch dort würde deine Hand mich leiten
und deine Rechte mich fassen.
11 Und spräche ich: Nur Finsternis möge mich verbergen
und Nacht sei das Licht um mich her:
12 Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern,
und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.

Gott, so zeigt uns dieser Psalm, ist uns ganz nahe, er kennt uns und versteht uns. Das ist „Erkenntnis“, das ist eine sehr innige Beziehung.

Wenn wir nun auch eine solche Beziehung mit Gott haben, wie er mit uns hat, so ist das nach Johannes 17,3 das ewige Leben. Das ist Erfüllung. Das ist das Wesentliche. Beziehung zu Gott ist der Grund, warum Gott uns erschaffen hat und warum Jesus am Kreuz für uns starb.

Wenn Psalm 139 das Erkennen unser durch Gott beschreibt, bekommen wir Anhaltspunkte dafür, wie unser Erkennen Gott gegenüber aussehen könnte:
Gott erforschen
sein Sitzen und Aufstehen kennen lernen
sein Trachten von fern verstehen
sein Wandeln und sein Liegen zu prüfen
mit seinen Wegen vertraut sein
wissen, was er sagen möchte, noch bevor er es ausspricht
Gott umschließen – das klingt absurd, denn Gott ist so unermesslich groß, dass wir ihn nie umschließen können. Aber im Neuen Testament heißt es auch, dass der Heilige Geist in uns lebt – es also doch ein Umschließen ist
wenn Gott sich woanders hinbewegt, wenn er von uns fliehen möchte (oder wenn es so aussieht) – bei ihm bleiben, sich nicht abhängen lassen. Bei Gott bleiben, egal, wo er ist und wo er hingeht. Dran bleiben – egal, was passiert.
seine Hand festhalten
auch in der Finsternis, auch wenn wir Gott nicht sehen, auch wenn er abwesend zu sein scheint, vertrauen.

Wodurch wird die Erkenntnis, diese Beziehung zwischen ihm und uns gekennzeichnet?
Beziehung können sehr eng, aber auch sehr negativ sein. Wenn wir einen Menschen hassen, besteht immer noch eine Beziehung zu ihm. Eine Beziehung kann gewalttätig, verletzend sein. Sie kann von Unterdrückung und Angst geprägt werden. Ein Mensch, der jahrelang von einem anderen Menschen gefoltert oder misshandelt wird, kennt den Gewalttäter ziemlich genau und weiß genau, welche Handlungen welche Reaktionen auslösen. Ich glaube z.B. dass Natasha Kampusch ihren Kidnapper sehr gut kannte und in einer sehr engen, wenn auch in keiner guten, gesunden Beziehung zu ihm lebte. Intimität muss nicht unbedingt schön oder aufbauend sein.

Ist die Beziehung zu Gott eine gewalttätige, unterdrückende Beziehung? Wodurch wird nun die Erkenntnis zu Gott gekennzeichnet? Johannes gibt in einem seiner Briefe eine Antwort:

„Die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. Hierin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.“ (1Joh 4,7b-10)

In diesen Sätzen lesen wir wieder die Worte „Erkennen“ und „Leben“. Leben und Erkenntnis werden durch ein weiteres Wort miteinander verbunden: „Liebe“.

Hier steht: Gott ist Liebe. Es heißt nicht nur, dass er liebt oder liebevoll ist, sondern dass er Liebe ist. Er ist, essentiell, Liebe. Diese Liebe, die immer eine Beziehung sucht, hat Gott gezeigt: Er hat seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt, damit wir Leben erlangen können. Wieder handelt es sich dabei um Leben, um Zoë. Wir können Gottes Leben erlangen, indem wir diese Offenbarung in Jesus erkennen. Das genau ist die Aussage von Johannes 17,3:

„Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

Man darf diese Verse nicht missverstehen als ob Liebe unsererseits als Vorbedingung für das ewige Leben ist. Denn dann werden wir irgendwann feststellen, dass wir diese Liebe nicht wirklich drauf haben. Johannes sagt es ja auch völlig anders: Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat.

So heißt es auch später, dass wir lieben, weil er uns geliebt hat. (1Joh 4,19). Das bedeutet, dass wir nur dann fähig sind, Gott und andere zu lieben, wenn wir seine Liebe für uns erkennen, wenn wir ihn erkennen. Diese Offenbarung ist Jesus Christus, der am Kreuz für unsere Sünden starb.

Nur so ist das erste und wichtigste Gebot zu verstehen: Es ist keine Bedingung um die Liebe Gottes zu erlangen, sondern es ist etwas, was man automatisch lebt, wenn man Gott und seine Liebe für uns erkennt.

„Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!“ (Mk 12,30)

Es spricht von allem was man ist und hat: Herz, Seele, Verstand, Kraft. Gott lieben mit Herzen, Seele, Verstand und Kraft. Eben sagten wir, dass „Erkennen“ auch den Einsatz von allem, was man hat, bedeutet. Gott zu lieben ist nur möglich, wenn man Gott erkennt, wenn man in einer liebenden, innigen Beziehung zu ihm steht, und eine Offenbarung seiner Liebe hat.

„Gleich darauf nannte Jesus das zweite Gebot, das er dem ersten gleich stellt: Das zweite ist dies: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst!’“ (Mk 12,31)

Nächstenliebe fließt aus der Gottesliebe. Liebe kann wie ein Kreuz dargestellt werden: Die liebende Beziehung von Gott zu uns und uns zu Gott ist der vertikale Balken, die Nächstenliebe ist der horizontale Balken. Der horizontale Balken wird vom vertikalen Balken getragen. Nächstenliebe ist nicht ohne die Beziehung zu Gott möglich.

Eben schon sprach ich über die Verse im 1 Johannesbrief. Ich möchte sie nochmal wiederholen:

„Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboten und erkennt Gott.“ (1Joh 4,7)

Und später:

„Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben.“ (1Joh 4,11)

und:

„Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat. “ (1Joh 4,20)

Nächstenliebe ist also ein Indikator für die Beziehung, die wir zu Gott haben. Es ist ein Kriterium, an dem wir unsere Liebe zu Gott messen können. Ich wiederhole: diese Prüfung geschieht nicht zur Verdammnis, sondern um uns zu zeigen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Es ist wichtig zu begreifen, dass diese Liebesbeziehung, die zwischen uns und Gott möglich ist, nicht nur zwischen uns ist, sondern auch zwischen Gott und den anderen besteht. Schaut die anderen hier im Raum an: Auch sie werden, so unermesslich stark, von Gott geliebt – wie man selbst. Es ist völlig egal, ob man den anderen mag, ob man den anderen liebt oder nicht – Gott liebt ihn oder sie.

Dann heißt es in der Bibel auch, dass Jesus Christus in uns ist. Ich habe einen diesbezüglichen Vers gerade zitiert:

„Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir.“ (Gal 2,19b+20a)

Christus lebt in uns durch den Heiligen Geist. Er lebt in jedem einzelnen von uns, die wir an ihn glauben. Er lebt in der Person, die neben dir sitzt, die dir gegenüber sitzt. Sind wir miteinander umgegangen, wie wir mit Jesus umgegangen wären, würde er uns leibhaftig gegenüber sitzen? Wenn es einen Mangel an Nächstenliebe gibt, zeigt es uns, dass wir das Wesentliche verpassen. Es zeigt, dass wir keine Liebesbeziehung zu Gott haben. Es zeigt, dass wir noch keine Offenbarung darüber haben, wie sehr Gott uns liebt.

Wir werden heute und morgen über unsere Ziele mit dem Zwischenraum sprechen. All diese Gespräche sollten von einem Ziel für uns und für die, die zu Zwischenraum gehören, gekennzeichnet sein: uns tiefer und tiefer in die Liebesbeziehung zu Gott zu führen. Alles andere ist unwesentlich. Zusammenfassend: Was ist also das Wesentliche? Was ist das Leben?

Ich habe immer wieder drei große Worte benutzt:
Leben
Erkennen
Liebe

Leben ist erfülltes, Gott gegebenes Leben. Wir leben dann, wenn wir Gott erkennen, d.h. Eine Beziehung zu ihm haben. Und diese Beziehung ist eine Liebesbeziehung. Die Liebe Gottes zu uns befähigt uns, ihn zurück zu lieben und auch unseren Nächsten zu lieben. Erfülltes Leben ist also eine innige Liebesbeziehung zu Gott, die in Nächstenliebe sichtbar wird. Das ist das Wesentliche. Das Wesentliche ist eine Liebesbeziehung zu Gott. Dafür wurden wir geschaffen. Das ist der Sinn des Lebens: von Gott geliebt zu werden und ihn zu lieben.

Das Wesentliche ist weder den Partner, den wir lieben oder eine Organisation wie Zwischenraum. Das Wesentliche ist eine Beziehung zu Gott.

Das Wesentliche ist nicht die Tatsache, dass wir Menschen sind, die Menschen des gleichen Geschlechts lieben. Das Wesentliche ist, dass Gott uns liebt.

Das Wesentliche ist nicht mich selbst zu verwirklichen. Das Wesentliche ist, dass Gott die Erfüllung meines Lebens ist.

Das, was wir hier tun, sollte aus unserer Beziehung zu Gott fließen. Wir sollten Gott fragen, was er möchte und wie er es umgesetzt möchte.

Wir sind hier, nicht nur um selbst eine Liebesbeziehung zu Gott zu führen, wir sind, glaube ich, als Organisation, vor allem dafür da, andere Menschen (und in unserem Falle sind es vor allem homosexuelle Menschen) in eine Beziehung mit Gott zu führen und sie darin zu stärken. Wir sind dazu da, homosexuelle Menschen mit dem Gott, der sie liebt bekannt zu machen. Wir sind dazu da, die Hindernisse, die sie in einer Beziehung zu Gott haben, wegzuräumen. Wir sind da, damit wir gemeinsam Gott lieben und anbeten.

Ja, Strategien, Organisation, Strukturen, Personalien, Finanzen und all das andere mögen eine wichtige Rolle spielen – aber sie sind nicht das Wesentliche. Das Wesentliche ist die Beziehung zu Gott und alles, was wir an diesem Wochenende planen und tun, sollte darauf ausgerichtet sein.

* Diese Bibelarbeit wurde im Februar 2007 zu Beginn des jährlichen Zwischenraum-Verantwortlichenkreistreffens gehalten. Die Zielgruppe waren also Regionalgruppen- und Ressortleiter und -leiterinnen, die an dem Wochenende die Zukunft von Zwischenraum planen und organisieren wollte. Hier wird die Bibelarbeit in leicht abgeänderter Form wiedergegeben.
Geschrieben von Anette Seiler
aus:

http://www.zwischenraum.net/single-news/was-ist-das-wesentliche-eine-bibelarbeit-zum-thema-erfuelltes-leben-beziehung-zu-gott-und-liebe/6a9fbfd55d58013bcf3695671cf97d16.html