Ein Flüchtlingsschicksal: Onur Urkal kehrt heim

http://www.pi-news.net/2012/11/gunnar-schupelius-uber-totschlager-urkal/

Gunnar Schupelius über Totschläger Onur Urkal
Vor 41 Tagen wurde Jonny K. (†20) am Alexanderplatz erschlagen. Am 36. Tag nach der Tat stellte ich zum wiederholten Mal die Frage, warum noch nicht alle Täter gefasst werden konnten. Ich schoss über das Ziel hinaus, indem ich den gesuchten Onur Urkal zum Täter machte, ohne dass er bisher verurteilt wurde oder gestanden hat. Daraufhin meldete sich eine renommierte Berliner Anwaltskanzlei bei der B.Z. Ihr Mandant Onur Urkal habe sie beauftragt, uns abzumahnen.

Das überraschte mich: Da lebt ein Mann in der Türkei, der von den Berliner Behörden schwer beschuldigt wird. Und der bisher von der türkischen Polizei offenbar nicht gefunden wurde. Gleichzeitig kann er aber eine feine Berliner Anwaltskanzlei damit beauftragen, für ihn gegen mich vorzugehen.

Wie macht er das? Wie hat er die Unterschrift geleistet, mit der er die Berliner Anwälte bevollmächtigte? Wie erfuhr er in der Türkei davon, dass ich in Berlin über ihn schreibe? Wer hat ihn da angerufen? Werden die Telefone, Faxgeräte und E-Mail-Adressen überwacht, die Onur Urkal möglicherweise nutzt, um Kontakt nach Berlin zu halten?

Das fragte ich Justizsenator Thomas Heilmann. Darauf kann er nicht antworten, das weiß ich, solange die Ermittlungen laufen. Doch ich erfuhr aus Senatskreisen, dass man die Abmahnung gegen die B.Z. und mich für einen „wirklich erstaunlichen Vorgang“ hält.

Halten wir fest: Ich bekomme ein Problem mit Onur Urkals Anwälten. Onur Urkal aber hat kein Problem, er lebt unbehelligt in der Türkei und unterhält offenbar auch noch beste Kontakte nach Berlin. Das ist doch eine wirklich verrückte Welt!

Und man kann nur hoffen, dass die türkische Polizei ihren Job ernst nimmt und den Gesuchten findet. Da er ja bereits ein Interview in der „Bild“-Zeitung gegeben hat, dürfte das auch nicht so schwer sein.

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http://www.tagesspiegel.de/meinung/der-fall-jonny-k-warum-onur-u-nach-berlin-zurueckkam/8035880.html

Der Fall Jonny K.
Warum Onur U. nach Berlin zurückkam
09.04.2013 10:55 Uhr
von Jörn Hasselmann

Onur U., der Hauptverdächtige im Fall Jonny K., hat sich den deutschen Behörden gestellt. – Foto: dpa

Wegen der Bluttat am Alexanderplatz wurde in der Türkei seit einigen Tagen wegen Mordes gegen Onur U. ermittelt. Das dürfte seine Rückkehrbereitschaft enorm befeuert haben. Denn hier erwartet ihn nur eine Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
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Ein Berliner Gericht kann jetzt allen Alexanderplatz-Schlägern gemeinsam den Prozess machen, Onur U. ist zurückgekehrt. Das ist eine gute Nachricht. Die anderen fünf Tatverdächtigen können also nicht bequem alle Schuld auf einen abwesenden Haupttäter schieben. Und genau davor hatte Onur U. Angst; und die Ermittler haben diese Angst offenbar geschürt. Sie wollten den 19-Jährigen mit allen Mitteln in Berlin haben, dazu wurde bekanntlich sogar die Bundeskanzlerin in die Spur geschickt, um diplomatischen Druck auf die Türkei auszuüben.

Und dennoch hat es quälend viele Monate gedauert, bis die Türkei auch nur die simple Frage klärte, ob Onur U. die türkische Staatsangehörigkeit hat. In diesen Monaten haben türkische Politiker zweimal deutsche Behörden zu zügigen Ermittlungen „nach den wahren Ursachen“ aufgefordert, und zwar Stunden nachdem es in Backnang und Köln gebrannt hatte.

Dagegen drangen lange keinerlei Informationen nach Berlin, was die Türkei gegen Onur U. unternehmen will. Dass dort seit einigen Tagen wegen „vorsätzlichen Mordes“ ermittelt wurde, dürfte seine Rückkehrbereitschaft enorm befeuert haben. Denn hier erwartet ihn nur eine Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

http://www.google.de/search?client=opera&q=Onur+Urkal&sourceid=opera&ie=utf-8&oe=utf-8&channel=suggest

Ein Flüchtlingsschicksal: Onur Urkal kehrt heim

http://quotenqueen.wordpress.com/2013/04/09/ein-fluchtlingsschicksal-onur-kehrt-heim/

Das nennen wir mal ein Flüchtlingsschicksal: Der berüchtigte türkische Schlagetot Onur Urkal, der nach dem Mord am Berliner Jonny K. in die Türkei geflohen war, ist wieder nach Deutschland geflohen. Das war knapp, denn nach einer Intervention von Kanzlerin Merkel hatten die Türken sich doch kaufen lassen, den Schwerverbrecher einmal zu suchen. Das wurde diesem verständlicherweise unheimlich, denn es hätte ja passieren können, dass sie ihn tatsächlich erwischen und in den Türkenknast verfrachten. Und so musste der Arme wieder fliehen. Diesmal mit illegaler Ausreise aus der Türkei, brachte ihn der Flieger dierekt zur Berliner Polizei, wo er nun vor den Türken sicher ist. Oder stellen die jetzt einen Auslieferungsantrag?

Der Berliner Kurier berichtet:

Lebenslänglich im Türkenknast. Keine schöne Aussicht. Alex-Tot-Treter Onur U. (19) flüchtete lieber zurück nach Berlin.Montagnachmittag landete er mit einem Flieger aus Izmir in Tegel, stellte sich noch auf dem Flughafen der Polizei. Das hatte sein Anwalt am Vortag der Berliner Justiz angekündigt – ohne Wissen der Türkei. Die Staatsanwaltschaft dort ermittelt wegen Mordes, hätte Onur nicht ausreisen lassen.

Tegel Airport gegen 14 Uhr. Mit ein paar Minuten Verspätung setzt die Boeing von „SunExpress“ auf der Landebahn auf. An Bord Onur U. in Begleitung seines Anwalts. Noch auf dem Rollfeld nehmen Polizisten den Reinickendorfer in Empfang – und seine Mutter. „Ich bin erleichtert“, sagte sie anschließend. „Onur ist freiwillig nach Berlin zurück. Er sieht gut aus.“

Anschließend wurde dem Jugendlichen von einem Bereitschaftsrichter der Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge verkündet. Eine sechs Monate dauernde Flucht ist zu Ende. Und ein leidiges politisches Tauziehen mit der Türkei. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich im Februar für eine Auslieferung stark gemacht (KURIER berichtete).

Der Anruf von Onurs Anwalt am Sonntag kam für Justiz und Polizei in Berlin überraschend. Am Abend sagte Justizsenator Thomas Heilmann (CDU), dass Onur U. sehr unter Druck stehe, da er nicht in der Türkei in den Knast wolle.

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