Männer – Beta-Partner

Männer danken ab und werden in Beziehungen die „Beta-Partner“
Nach einer britischen Studie ergreifen die Frauen meist in finanziellen Dingen die Führung, weil die Männer nicht bereit seien, finanzielle Verantwortung zu übernehmen

Frauen verdienen in denselben Jobs wie Männer zwar meist weniger, aber in Beziehungen bringen sie doch schon öfter mehr Geld ein als ihr Partner. Zudem wollen sie auch in Beziehungen nicht nur arbeiten, sondern auch Karriere machen. Das könnte ihr Interesse für den gemeinsamen Haushalt schmälern.

Nach einer Studie des britischen Arbeitsministeriums, wofür allerdings nur 24 Paare ausführlich befragt wurden, übernehmen Frauen nun zunehmend mehr die Rolle des führenden Partners in Beziehungen, zumindest was die Finanzen betrifft. Frauen suchen und entscheiden häufiger als Männer, welche Anschaffungen gemacht werden, also welches Auto gekauft, welche Versicherung aufgenommen oder welcher Stromversorger ausgewählt wird. Erst am Ende der Entscheidungsfindung kommen die Männer dann ins Spiel und übernehmen wenig Verantwortung. Gemeinsam geplant wird von Anfang an kaum.

Bei den meisten Paaren sind die Frauen die „Alpha-Partner“, die den Ton angeben, die Männer, so die Autoren der Studie, sind die „Beta-Partner“. Frauen wissen zwar nicht unbedingt mehr über finanzielle Dinge, aber sie entscheiden öfter, weil sie von den Männern gewissermaßen dazu gezwungen werden, da der Beta-Partner nichts willens ist, die finanzielle Verantwortung zu übernehmen.

Bei den jüngeren Paaren in den 20er und 30er Jahren sehen die Frauen sich öfter genötigt, auf die Ausgaben der Männer Einfluss auszuüben, um die Haushaltsfinanzen zu schützen, also zu schauen, dass die Männer nicht zu viel Geld ausgeben. Beta-Partner, also meist Männer, es kann sich aber auch um Frauen handeln, sind für gewöhnlich kurzzeitig in ihrem Finanzverhalten orientiert und relativ entspannt, was die Haushaltsfinanzen betrifft.

Eigentlich ging es in der Studie darum, wie Paare langfristig für das Alter vorsorgen. Das Ergebnis: kaum. Es wird vermieden, für das Alter finanziell zu planen, weil es konkret noch keinen Anlass gibt, man mit der Alltagsbewältigung beschäftigt ist, weil sowieso zu wenig Geld verfügbar ist oder man von den Finanzprodukten zur privaten Altersvorsoge überfordert ist. Paare seien gemeinhin passiv gegenüber Rentenentscheidungen.
Florian Rötzer

 

aus

http://www.heise.de/tp/blogs/3/153091

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